Richtiger Pflegegrad

Gut vorbereitet zum richtigen Pflegegrad.

Gehen Sie zu Hause dieselben 67 Angaben durch, die der Medizinische Dienst (MDK) bei der Begutachtung bewertet – mit den Texten der offiziellen Begutachtungs-Richtlinien. Sie sehen den voraussichtlichen Pflegegrad und nehmen einen Handzettel mit ins Gespräch.

Einmalzahlung, gilt für eine Person, kein Abo.

So viele Punkte braucht jeder Pflegegrad

Gesamtpunkte 0 bis 100 nach § 15 SGB XI

So funktioniert es.

Vom Kauf bis zum Handzettel in drei Schritten – am Handy oder am Computer.

  1. 1

    Zugang kaufen

    Einmal bezahlen – kein Abo, keine Folgekosten.

  2. 2

    Code per E-Mail

    Nach der Zahlung kommt Ihr Anmeldecode per E-Mail. Ein Passwort brauchen Sie nicht.

  3. 3

    Einschätzen und Handzettel holen

    Die sechs Module in Ruhe durchgehen – der voraussichtliche Pflegegrad läuft live mit. Am Ende laden Sie den Handzettel als PDF herunter.

Was im Gespräch fehlt, fehlt auch im Gutachten.

Viele Pflegebedürftige möchten beim Termin zeigen, was sie noch können. Und Angehörige vergessen in der Aufregung, wie viel sie im Alltag tatsächlich übernehmen. Die Begutachtungs-Richtlinien sagen klar, worauf es ankommt:

  • Bewertet wird, was die Person selbst kann – nicht, welche Hilfe sie tatsächlich bekommt.

    Begutachtungs-Richtlinien, S. 51

  • Schon die Anwesenheit einer Pflegeperson aus Sicherheitsgründen, etwa bei Sturzgefahr, zählt bei der Einstufung.

    Begutachtungs-Richtlinien, S. 53

  • Möchten Angehörige etwas nicht vor der pflegebedürftigen Person ansprechen, können sie ein getrenntes Gespräch mit dem Gutachter verlangen.

    Begutachtungs-Richtlinien, S. 42

Quelle: Begutachtungs-Richtlinien (BRi), Stand 26.08.2026

Was Sie bekommen.

Alles, was Sie für die Begutachtung brauchen – und für die Zeit danach.

Einschätzung nach den Begutachtungs-Richtlinien

67 Angaben in sechs Modulen, jeweils mit der Definition aus der Richtlinie und Fragen, die Sie stellen können. Punkte und voraussichtlicher Pflegegrad werden laufend berechnet – wie im Gutachten.

Handzettel für die Begutachtung

Alle Kriterien, die Punkte bringen, mit Begründung laut Richtlinie – als PDF zum Ausdrucken oder fürs Handy. Zum Abhaken im Gespräch.

Widerspruch, wenn der Bescheid nicht passt

Gutachten mit Ihrer Einschätzung abgleichen und ein fertiges Schreiben mit Begründung erhalten – als PDF und Word-Datei. Nur bei Bedarf zubuchbar.

Pflegegrad berechnen: So rechnet der Gutachter.

Bewertet werden sechs Lebensbereiche, die Module. Jedes geht mit einem festen Gewicht in die Gesamtpunktzahl von 0 bis 100 ein. Die Selbstversorgung zählt am meisten – hier lohnt es sich, besonders genau hinzusehen.

So setzen sich die 100 Punkte zusammen
  • Mobilität 10 Punkte
  • Kognition & Kommunikation oder Verhalten & Psyche 15 Punkteder höhere Wert zählt
  • Selbstversorgung 40 Punkte
  • Krankheit & Therapie 20 Punkte
  • Alltag & Kontakte 15 Punkte

Innerhalb jedes Moduls stuft der Gutachter einzelne Kriterien ein – etwa, ob jemand beim Duschen selbständig, überwiegend selbständig, überwiegend unselbständig oder unselbständig ist. Schon eine Stufe Unterschied kann über den nächsten Pflegegrad entscheiden.

Die Einschätzung rechnet genau so: Sie wählen je Kriterium die passende Beschreibung aus der Richtlinie, und Punkte, Gewichtung und voraussichtlicher Pflegegrad werden sofort angezeigt.

Die vollständige Punktetabelle und einen kostenlosen Kurz-Check finden Sie beim Pflegegrad-Rechner.

Mehr als ein kostenloser Pflegegrad-Rechner.

Kostenlose Pflegegrad-Rechner sind ein guter erster Anhaltspunkt. Für die Begutachtung selbst brauchen Sie mehr: dieselben Kriterien, dieselbe Rechnung und etwas Greifbares für das Gespräch.

Was der Gutachter einzeln bewertet
Modul 1Mobilität
Modul 2Kognition & Kommunikation
Modul 3Verhalten & Psyche
Modul 4Selbstversorgung
Modul 5Krankheit & Therapie
Modul 6Alltag & Kontakte

Jeder Punkt ist eine Angabe – in Modul 4 einschließlich Harn- und Stuhlkontinenz.

Fragen
Typischer Schnellrechner: Verkürzte Auswahl
Richtiger Pflegegrad: Alle 67 Angaben, die auch der Gutachter bewertet
Grundlage
Typischer Schnellrechner: Eigene Vereinfachung
Richtiger Pflegegrad: Definitionen wörtlich aus den Begutachtungs-Richtlinien, mit Seitenangabe
Ergebnis
Typischer Schnellrechner: Grobe Richtung
Richtiger Pflegegrad: Punkte je Modul, gewichtet wie im Gutachten
Für den Termin
Typischer Schnellrechner: nicht enthalten
Richtiger Pflegegrad: Handzettel mit allen punkterelevanten Angaben
Nach dem Bescheid
Typischer Schnellrechner: Meist nicht gespeichert
Richtiger Pflegegrad: Angaben bleiben erhalten – Grundlage für einen Widerspruch

Pflegegrad zu niedrig? So läuft ein Widerspruch.

Passt der Bescheid nicht zum Alltag, können Sie widersprechen. Entscheidend sind Frist und Begründung.

  1. Bescheid kommt

    Mit dem Gutachten des Medizinischen Dienstes.

  2. 1 Monat Frist

    Widerspruch einlegen

    Innerhalb eines Monats, schriftlich. Die Begründung darf nachkommen.

  3. Begründung nachreichen

    Wo weicht das Gutachten von Ihrem Alltag ab – Kriterium für Kriterium.

  4. Erneute Prüfung

    Meist mit neuem Gutachten durch eine bisher nicht beteiligte Person.

Die Begründung übernimmt das Zusatzmodul

Sie tragen die Bewertungen aus dem Gutachten ein und gleichen sie mit Ihrer eigenen Einschätzung ab. Wo beides auseinanderliegt, entsteht die Begründung – mit Bezug auf die Begutachtungs-Richtlinien. Heraus kommt ein fertiges Schreiben als PDF und als Word-Datei.

Frist, Ablauf und ein kostenloses Muster zur Fristwahrung:

Ratgeber Widerspruch gegen den Pflegegrad

Einmal zahlen. Kein Abo.

Ein Zugang gilt für eine pflegebedürftige Person. Den Widerspruch buchen Sie nur, wenn Sie ihn brauchen.

Gesundheitsdaten gehören in gute Hände.

Aus der Pflegepraxis
Entwickelt mit Erfahrung aus dem Pflegedienst – von Menschen, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen durch die Begutachtung begleiten.
Offizielle Grundlage
Definitionen, Abstufungen und Punktwerte stammen wörtlich aus den Begutachtungs-Richtlinien, jeweils mit Seitenangabe.
Verschlüsselt in Deutschland
Gesundheitsangaben werden verschlüsselt gespeichert (AES-256), auf Servern in Deutschland.
Ohne Werbe-Tracker
Im Tool laufen keine Werbe- oder Analysedienste. Angemeldet wird per Code aus der E-Mail, ohne Passwort.

Häufige Fragen zu Pflegegrad und Begutachtung

Wie wird der Pflegegrad berechnet?

Die Gutachterin oder der Gutachter bewertet sechs Lebensbereiche, die Module. Jedes Modul wird gewichtet: Mobilität 10 %, Selbstversorgung 40 %, Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen 20 %, Gestaltung des Alltagslebens 15 % und von kognitiven Fähigkeiten und Verhaltensweisen der höhere Wert mit 15 %. Zusammen ergibt das 0 bis 100 Punkte. Ab 12,5 Punkten besteht Pflegegrad 1, ab 27 Pflegegrad 2, ab 47,5 Pflegegrad 3, ab 70 Pflegegrad 4 und ab 90 Pflegegrad 5.

Was unterscheidet das von einem kostenlosen Pflegegrad-Rechner?

Kostenlose Rechner arbeiten meist mit einer verkürzten Auswahl an Fragen und geben eine grobe Richtung. Hier gehen Sie alle 67 Angaben durch, die auch im Gutachten bewertet werden – mit den Definitionen und Abstufungen wörtlich aus den Begutachtungs-Richtlinien. Dazu kommen ein Handzettel für das Gespräch und gespeicherte Angaben für einen möglichen Widerspruch.

Heißt es MDK oder Medizinischer Dienst?

Gemeint ist dieselbe Stelle. Der frühere Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) heißt heute Medizinischer Dienst (MD) und begutachtet im Auftrag der gesetzlichen Pflegekasse. Bei privat Versicherten übernimmt das Medicproof – nach denselben Kriterien.

Ersetzt die Einschätzung die Begutachtung?

Nein. Über den Pflegegrad entscheidet die Pflegekasse auf Grundlage des Gutachtens. Die Einschätzung zeigt, wo Sie voraussichtlich stehen, und hilft, im Gespräch nichts Wichtiges zu vergessen. Sie ist keine Rechts- oder Pflegeberatung.

Wann mache ich die Einschätzung am besten?

Einige Tage vor dem Termin, in Ruhe und am besten gemeinsam mit allen, die bei der Pflege helfen. Sie können jederzeit unterbrechen und später weitermachen – Ihre Angaben bleiben gespeichert.

Wie lange habe ich Zeit für einen Widerspruch?

Einen Monat, nachdem Ihnen der Bescheid der Pflegekasse zugegangen ist. Der Widerspruch muss in dieser Frist schriftlich bei der Pflegekasse eingehen; die ausführliche Begründung kann nachgereicht werden.

Für wen gilt ein Kauf?

Für genau eine pflegebedürftige Person. Name und Geburtsdatum werden nach dem ersten Speichern festgelegt. Für jede weitere Person ist ein eigener Zugang nötig.

Brauche ich ein Passwort?

Nein. Nach dem Kauf bekommen Sie einen sechsstelligen Code per E-Mail. Auch später melden Sie sich einfach mit Ihrer E-Mail-Adresse und einem neuen Code an – etwa wenn Wochen später der Bescheid kommt.

Was passiert mit unseren Angaben?

Alle Gesundheitsangaben werden verschlüsselt gespeichert (AES-256), auf Servern in Deutschland. Im Tool laufen keine Werbe- oder Analysedienste, und Gesundheitsdaten gehen nie an Google oder andere Werbenetzwerke.

Ratgeber rund um die Begutachtung

Der Termin steht? Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt.

Gehen Sie die Module in Ruhe gemeinsam durch – und gehen Sie mit Handzettel in die Begutachtung.

Jetzt vorbereiten